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Ben Nevis – der höchste Berg der Britischen Inseln

Ben Nevis ist mit 1344 Metern der höchste Berg der Schottischen Inseln. Er liegt im Schottischen Hochland, Highlands, und gehört zu den Grampian Mountains im Westen Schottlands nahe der Stadt Fort William. Mit der 300 Meter hohen Nordwand besitzt der Ben Nevis die höchste Felswand in ganz Großbritannien. Das magmatische Gestein, aus dem der Berg besteht, stammt erdgeschichtlich aus dem Devon und ist etwa 400 Millionen Jahre alt. Auf dem Gipfel des Ben Nevis steht noch die Ruine des im Jahre 1883 erbauten und 21 Jahre lang genutzten Wetterobservatoriums. Aus jener Zeit stammt auch der befestigte Wanderweg auf den Gipfel, der heute als „Tourist Route“ bezeichnet wird.


Der Wanderweg Tourist Route

Der Wanderweg beginnt am Glen-Nevis-Besucherzentrum, rund zwei Kilometer von der Stadt Fort William entfernt, und verlangt keine besonderen bergsteigerischen Fähigkeiten, allerdings eine gute Kondition, da man etwa auf Meeresniveau startet und auch wieder hinunter muss. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr liegt in dem häufigen und manchmal sehr schnell aufziehenden dichten Nebel, in dem sich immer wieder Wanderer verirren und abstürzen. Wer einen anspruchsvolleren Aufstieg erleben möchte, wählt die Route über den benachbarten Carn mor Dearg.

Ist der Aufstieg auf der „Tourist Route“ bis zur halben Höhe des Berges, wo Loch Meall an t-Suidhe, ein kleiner malerischer Gebirgssee, zur Rast einlädt, zwischen Grashängen hindurchführend, relativ steil, geht es danach wesentlich flacher weiter. Der Aufstieg lohnt sich nicht nur, weil man den Erfolg für sich verbuchen kann, den höchsten Berg Großbritanniens bezwungen zu haben, sondern mehr noch, weil der Ausblick auf schroffe Felswände, beeindruckend tiefe Schluchten und nach Westen auf vorgelagerte Inseln und über die Fjorde dieses Küstenabschnittes atemberaubend ist.

Ben Nevis

Ben Nevis ©iStockphoto/

Ben Race – eine sportliche Herausforderung

Obwohl im schottischen Hochland, speziell auf der Westseite, selbst an britischen Verhältnissen gemessen, viel Niederschlag fällt mit jährlich etwa 4500 mm, ist die Vegetation am Ben Nevis sehr karg. Dies hängt mit den sauren Granitböden zusammen, die mit einer nur sehr dünnen Humusschicht keine guten Bedingungen für Pflanzenwachstum bieten. Für britische Bergsteiger ist das Klettern am Ben Nevis als Training sehr beliebt, und Eiskletterer lieben die steilen Felswände im Winter. Der Ben Nevis hält noch mehr sportliche Herausforderungen bereit, so das jährlich stattfindende „Ben Race“, ein Wettlauf von Fort William aus einmal zum Gipfel und wieder zurück. Außerdem ist der Ben Nevis einer der drei Berge, zusammen mit dem Snowdon und dem Scafell Pike, den höchsten Gipfeln von Wales und England, die es beim „National Three Peaks Challenge“ innerhalb von 24 Stunden zu besteigen gilt.

Am Fuße des Ben Nevis, am Ufer des Loch Linnhe, liegt die Stadt Fort William, der die Nähe zum Berg reichlich Touristen beschert, die hier alles für einen Ferienaufenthalt vorfinden. Wer den Ben Nevis besucht, sollte sich eine Besichtigung der Ben Nevis Destillery nicht entgehen lassen, eine 1825 gegründete Whiskeybrennerei.