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Beste Wanderwege in Schottland

Schottlands ist ein beliebtes Urlaubsziel für alle Naturliebhaber – vor allem Wanderfreunde kommen in dieser doch recht rauen Landschaft voll auf ihre Kosten. Während einer Wanderung in diesem urtümlichen Land lernt man die verborgenen Seiten Schottlands kennen und bewegt sich dennoch einsam und verlassen. Oft trifft man hier tagelang keine Menschenseele. Recht unbeständig ist in Schottland das Wetter. Selbst wenn man im Sommer seine Wanderung plant, kann man von Regen und dem typischen schottischen Nebel überrascht werden. Regenbekleidung gehört also ebenso in das Gepäck wie eine Landkarte, Kompass und Handy, denn die Wanderwege sind teilweise recht dürftig ausgezeichnet.


Das Klima in Schottland ist ein typisches Seeklima. Dies zeichnet sich aber auch dadurch aus, dass es nie wirklich kalt wird – Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind recht selten. Daher eignet sich auch nahezu das ganze Jahr für einen Wanderurlaub im Land. Die meisten Wanderer entscheiden sich jedoch für die Monate von Mai bis September, um ihrer Wanderlust zu frönen. Übernachten kann man wahlweise in Hotels oder aber auch in der freien Wildnis im Zelt – dies ist in Schottland durchaus erlaubt, solange man sich an einige Regeln hält.

West Highland Way

Einer der schönsten und bekanntesten Wanderwege in Schottland ist der West Highland Way. Dieser verbindet Milngavie mit Fort William und war der erste Fernwanderweg im Land. Das Besondere an diesem Wanderweg ist, dass er durchaus abwechslungsreich ist. Der Weg beginnt in den Lowlands und führt dann sowohl durch ausgedehnte Wälder als auch hügelige Landschaften in die schottischen Highlands. Während einer Wanderung auf diesem Weg lernt man also zahlreiche schottische Landschaften kennen – sicher einer der Hauptgründe, warum die meisten Wanderer gerade diesen Weg auswählen. Immerhin 50.000 Wanderfreunde sind jedes Jahr auf diesem Weg unterwegs.

Wandern in Schottland

Wandern in Schottland ©iStockphoto/22kay22

Insgesamt ist dieser Weg etwa 150 Kilometer lang und wird in 13 Etappen aufgeteilt. Pro Tag kann man durchaus zwei bis drei Etappen bewältigen, wenn man gut zu Fuß ist. Die meisten Touristen entscheiden sich dazu, diesen Weg von Süden nach Norden zu begehen, denn dann steigt täglich auch der Schwierigkeitsgrad. Absolutes Highlight kurz vor dem Ziel ist sicher der Ben Nevis, höchste Erhebung des Landes und ein Traum vieler Wanderfreunde. Alljährlich findet entlang dieses Fernwanderweges übrigens das West Highland Way Race statt – ein Marathon für hart gesottene Läufer. Die gesamte Distanz wird ohne Pause durchlaufen – der beste Teilnehmer schaffte dies bis heute in sage und schreibe 15 Stunden.

Great Glen Way

Unmittelbar an den West Highland Way schließt sich der 117 Kilometer lange Great Glen Way an. Dieser ist bei Wanderern daher so beliebt, weil er an der absoluten Touristenattraktion Schottlands schlechthing vorbeiführt, dem legendären Loch Ness. Startpunkt dieser Tour aber ist Fort William – geübte Wanderer schaffen die gesamte Route bequem in sechs Tagen. Im Gegensatz zu anderen Wanderwegen ist der Great Glan Way recht leicht zu bewältigen, da er kaum nennenswerte Steigungen aufweist. Lediglich vom Fort Augustus aus geht es recht steil bergauf – hat man diesen Anstieg allerdings überwunden, wird man mit einer traumhaften Aussicht auf das Loch Ness belohnt.

Speyside Way

Ein eher unbekannter Weg ist der sogenannte Speyside Way. Auch hierbei handelt es sich um einen Fernwanderweg. Benannt wurde dieser Weg nach dem gleichnamigen Fluss, welcher sich hier durch die Landschaft schlängelt. Zudem ist diese Gegend bekannt dafür, dass es hier angeblich den besten Whiskey in ganz Schottland gibt. Dieser Wanderweg ist etwa 120 Kilometer lang und beginnt an der Nordsee. Dann führt er durch das Zentrum der schottischen Whiskeyherstellung und endet schließlich in den imposanten Grampian Mountains. Im Gegensatz zu vielen anderen Wanderwegen in Schottland ist dieser Weg sehr gut markiert und durchaus auch ohne Karte sehr gut zu bewältigen. Aufgrund der zahlreichen Hügel und Berge, welche man auf diesem Weg passieren muss, sollte man eine gewisse Grundkondition mitbringen. Doch nicht nur eine beeindruckende Landschaft lernt man auf diesem Wanderweg kennen, auch einige beschauliche und sehenswerte Städte werden passiert. Besonders erwähnenswert sind hier die Hafenstadt Portgordon sowie natürlich Aberdeen und Edinburgh, zwei der bekanntesten Städte Schottlands.