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Die schottischen Inseln – Tipps und Infos zu allen Inseln

Wie eine Barriere trennt Schottland im Norden der britannischen Insel den Atlantischen Ozean von der Nordsee. Gerade im Norden und im Westen zeigt sich die Landschaft sehr zerklüftet mit zahlreichen tiefen Einschnitten ins Land, vor der Küste liegen unzählige ebenso zerklüftete Inseln und Inselchen. Seit Jahrtausenden arbeiten Wind und Wellen an den Inseln, der ständige Kampf gegen die Naturgewalten prägte die Fauna und Flora der Inseln wie auch das Leben der Menschen hier.


Orkneyinseln

Im Nordwesten liegen vor den Highlands die Orkneyinseln. Von den 70 Eilanden sind immerhin 18 bewohnt, einige von ihnen sind wahre Touristenattraktionen. Auf der größten Landfläche Mainland sind unzählige prähistorische Ausgrabungsstätten zu besichtigen. So gilt das 5.000 Jahre alte Skara Brae als besterhaltenes Steinzeitdorf der Welt, zehn Hütten samt Innenausstattung und landwirtschaftlichem Gerät können hier besichtigt werden. Der ebenso alte Ring of Brodgar im Landesinneren zählt mit seinen 34 Findlingen zu den europaweit größten Steinkreisen. Ein Naturmonument können Gäste der Insel Hoy südlich von Mainland bewundern: Hier erhebt sich der Felsen St. John’s Head aus dem Wasser, mit 347 Metern Höhe stellt er die höchste Sandsteinklippe des Landes dar.

Shetland Inseln

Die Shetland-Inseln nordöstlich von Orkney bieten durch ihre Abgeschiedenheit ideale Gelegenheiten zum Ausruhen und Entspannen. Lange Spaziergänge entlang der wunderschönen, felsigen Küste gehören zu den beliebtesten Aktivitäten, zudem stellen die zahlreichen kleinen Seen im Landesinneren ein ideales Revier zum Angeln dar. Im größten Ort Lerwick findet sich ein Shetland-Museum ebenso wie ein altes Fort aus dem 17. Jahrhundert. Zudem können Gäste hier Strickwaren aus Schafwolle mit dem berühmten Shetland-Muster aus erster Hand erwerben. Urlauber sollten sich einen Ausflug nach Esha Ness nicht entgehen lassen, dort können sie die wundervollen Felsformationen bewundern, die das Meer in Jahrtausenden geschaffen hat.

Schottische Insel

Schottische Insel ©iStockphoto/sunlow

Arran

Relativ sicher vor den Naturgewalten zwischen der Halbinsel Kintyre und der Küste von Ayr liegt Arran in einer Bucht im Westen Schottlands. Durch die vorgelagerten Landmassen sowie durch Irland ist Arran am wenigsten dem Ansturm von Wind und Wellen ausgesetzt und weist daher eine relativ glatte Küstenlinie auf. Wenige Kilometer nördlich des Hauptortes Brodick steht das historische Brodick Castle. Im 13. Jahrhundert errichtet, beherbergt das Schloss heute die Ausstellung des Duke of Hamilton, Exponate aus Silber und Porzellan sowie die Porträts der adeligen Familie sind dort zu besichtigen. Die Westseite Arrans präsentiert sich bergig mit Höhen bis zu 700 Metern, die zum Meer hin steil abfallen. Von hier ist es nicht weit zu den 6.000 Jahre alten Steinkreisen des Auchgallon Stone Circle. Arran präsentiert sich als ausgesprochen gastfreundlicher Ort mit zahlreichen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Neben dem Volkssport Angeln können Urlauber hier wandern, surfen und Wassersport betreiben, Golf- und Tennisplätze finden sich in Blackwaterfoot.

Innere Hebriden

Nördlich von Arran findet sich nahe der schottischen Küste die Kette der Inneren Hebriden. Obwohl hier ganzjährig häufig Niederschläge zu verzeichnen sind, locken die beeindruckenden Landschaften jährlich Hunderttausende Gäste hierher. Als „schönste Insel Schottlands“ wird die Isle of Skye oft bezeichnet. Hier finden sich zur See hin faszinierende, wildromantische Felsenkliffs, während das Landesinnere von weiten Moorgebieten geprägt ist. Irgendwie ist es immer ein wenig neblig auf Skye, aber die Insel hätte ohne dieses geheimnisvolle Naturphänomen nicht seinen wilden Charme. Sehenswert sind die Cuillin Hills im Südosten, deren schwarze, zerklüftete Felsen eine Herausforderung für viele Bergsteiger sind. Als schönster Platz von Skye wird der Talkessel im Zentrum der Insel bezeichnet. Hier fließt der River Sligachan unter einer Natursteinbrücke hindurch, vorbei an den Ruinen uralter Bauernhäuser und sattgrünen Wiesen, auf denen Schafe weiden. Eine Attraktion anderer Art finden Gäste im Norden: Hier erhebt sich das mittelalterliche Schloss Dunvegan Castle über den Loch Dunvegan, umgeben von einem wundervollen, wilden Park.

Äußere Hebriden

Den Inneren sind die Äußeren Hebriden vorgelagert. Aushängeschild dieser Inselkette ist das große Eiland Lewis. Südlich des Hauptortes Stornoway findet sich einer der wenigen Badestrände der Hebriden, der jedoch nur während der Hochsommermonate besucht wird. Mit den Steinkreisen von Callanish im Landesinneren hat Lewis ein echtes Highlight zu bieten. 5.000 Jahre sind die riesigen Brocken alt, alle 13 Steine des inneren Kreises sind hervorragend erhalten. Das Grabmal, in dem einst Urnen der umliegenden Dörfer beigesetzt wurden, gilt als bedeutendster Steinkreis neben Stonehenge. Eine landschaftliche Attraktion ist das Tal Glen Ulladale. Wild und unberührt liegt das Tal zwischen hohen Tafelbergen, spärlicher Grasbewuchs auf dem felsigen Untergrund macht das Wandern im Glen Ulladale zum Vergnügen.