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Culloden Schlachtfeld und Clava Cairns

Die Schlacht von Culloden fand am 16. April 1746 statt – und zwar zwischen Regierungstruppen der Engländer und aufständischen Schotten und Jakobiten. Der Austragungsort der berühmt gewordenen Schlacht war das Culloden Moor oder Culloden Muir. Es liegt in der Nähe der gleichnamigen Örtschaft und etwas östlich von Inverness, Schottland. Der Sieg der britischen Regierungstruppen wird noch heute als Schmach für die Schotten angesehen.


Geschichte zur Schlacht von Culloden

Zur Vorgeschichte: Der berühmte „Bonnie Prince Charlie“, der eigentlich Prinz Charles Edward Stuart hieß, stellte eine 5.000 Mann starke Armee auf. Sie bestand weitgehend aus rauen Männern, die in den schottischen Highlands zu Hause waren. Er machte sich mit seiner Armee auf, um England zu erobern. Gegen den Widerstand des Prinzen brach man das Unterfangen aber ab. Zwei gut ausgerüsteten Armeen gegenüber zu stehen, schien wenig Erfolg zu versprechen. Der Rückzug wurde durch verschiedene Scharmützel und den Umstand erschwert, dass einige Leute desertierten. Die Regierungstruppen drängten nach und brachten Bonnie Prince Charlies Armee immer mehr in Bedrängnis.

Im Moor von Culloden kam es zur entscheidenden Schlacht. Des Prinzen Truppe war bereits moralisch geschwächt, die Soldaten waren durch Hunger, Krankheiten und schlechte Bewaffnung praktisch chancenlos. Statt den Rückzug anzutreten, stellte man sich im Moor dem Gegner. Der hatte sich eine perfide Kampfstrategie einfallen lassen, um die Sache zu entscheiden. In nur 25 Minuten war die Truppe des Prinzen vernichtend geschlagen und zog sich zurück. Die Schlacht war die letzte, die per Handwaffen ausgeführt wurde und auf britischem Boden stattfand. Damit war Schottand Untertan des Britischen Empires – ein Thema, das bis heute Anlass für hitzige Debatten bietet und inneren Widerstand der freiheitsliebenden Schotten nach sich zieht.

Culloden

Culloden ©iStockphoto/Cablach

Moor von Culloden

Das Moor von Culloden ist heute eine touristische Gedenkstätte, der man als Schottlandurlauber und historisch Interessierter seine Referenz erweist. 2007 eröffnete ein modernes Besucherzentrum, wo man die historische Schlacht nacherleben kann. Vorführungen und Memorabilia machen diesen Teil der schottischen Geschichte nachvollziehbar. Besichtigt werden der Memorial Cairn, die Clan-Gräber, das Schlachtfeld selbst, der Cumberland Stone oder das Old Leanach Cottage

Clava Cairns

Wenn man schon einmal in der Gegend von Inverness ist, lohnt sich auch eine Visite der Clava Cairns. Darunter hat man eine kreisförmig angeordnete Anlage von Megalithen zu verstehen, die rund um hügelartige Ganggräber angelegt wurden. In der Region um Inverness finden sich etwa 12 Grabhügel ähnlicher Art von insgesamt 50, die es in Schottland zu finden gibt. Am Bekanntesten sind drei Megalithanlagen bei Clava. Sie sind zwar nicht besonders groß, aber dennoch eindrucksvoll. Man hat die einst darüber liegenden Steinhügel abgetragen und die Steine bloßgelegt. Ursprünglich war die Anlage rund um einen Kreis aus äußeren Begrenzungssteinen ausgeführt worden. Im Inneren des Kreises entstand ein Schotterhügel, in dessen Mitte man eine Grabkammer einbaute, in die ein Gang hineinführte. Aufgrund der speziellen Anlage der Clava Cairns ordnet man sie der Bronzezeit zu. Man kann bei den Clava Cairns die Anlage solcher Hügelgräber gut erkennen. Ähnliche Monumente sind längst überwachsen. Als Tipp kann man Schottlandreisenden empfehlen, begleitend die Bücher von Diana Gabaldon zu lesen, die sehr viel Historie dieser Region lebendig werden lassen.