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Royal Deeside und Balmoral Castle

Im Nordosten Schottlands befindet sich das Tal des Flusses Dee, dessen oberer Teil auch als Royal Deeside bezeichnet wird. „Royale Deeside“ gilt als eine der schönsten Landschaften des Landes und ist Teil des Cairngorm Nationalparks, dem mit 3.200 Quadratkilometern größten Nationalpark Großbritanniens. Royal Deeside ist geprägt von zahlreichen malerisch gelegenen Burgen und landschaftlichen Schönheiten. Die oft schneebedeckten Berge der Grampian Mountains sind bei Touristen ebenso ein beliebtes Ziel wie die heidebewachsenen Berge, die dichten grünen Wälder oder die mystisch anmutenden tiefschwarzen Moore. Auch die bewaldeten Hänge und Kiefernwälder sind vor allem bei Wanderern sehr beliebt. Hier sind unter anderem auch zahlreiche seltene Tierarten zu beobachten – darunter sogar vereinzelte Wildkatzen.


Große Lachsvorkommen im Fluss Dee

Im Westen des Royal Deeside befindet sich das 1.200-Einwohner-Städtchen Ballater, dass vor allem im Sommer vielen Besuchern als zentraler Ausgangspunkt für Wanderungen und Touren durch das Tal und in die Berge dient. Berühmt ist die Ortschaft auch für sein heilendes Felsquellwasser, mit dem einst sogar Tuberkulose-Kranke geheilt wurden. Während die Berge und Täler ideale Bedingungen zum Wandern und Klettern bieten, kommen Golfer auf den zahlreichen Golfplätzen der Region voll auf ihre Kosten. Außerdem gilt der Fluss „Dee“ aufgrund der großen Lachsvorkommen auch als äußerst beliebtes Angelgewässer. Eine echte Touristenattraktion ist die Whiskybrennerei „Royal Lochnagar“ in der Nähe des Flusses Dee. Hier finden regelmäßige Führungen statt, um den Touristen die Geheimnisse des Whisky-Brennens näher zu bringen.

Royal Deeside

Royal Deeside ©iStockphoto/louisemcgilviray

Balmoral Castle – die Sommerrsidenz der britischen Königsfamilie

Das berühmteste der vielen Schlösser in der Region ist das Balmoral Castle zwischen den Ortschaften Ballater und Braemar. Schließlich wird das Schloss, das sich im Schatten des etwa 1.500 Meter hohen Berges Lochnagar befindet, in den Sommermonaten von der britischen Königsfamilie bereits seit 1895 als Sommerresidenz genutzt. Zwischen April und Juli ist das Schloss als besondere Attraktion für Besucher geöffnet. Die königliche Familie hält sich traditionell im August und September im Balmoral Castle auf. In dieser Zeit herrschen im und um das Schloss herum große Sicherheitsvorkehrungen.

Bereits 1852 hatte Prinz Albert das Schloss aufgrund seiner ruhigen Lage zwischen dichten Wäldern und der geringen Niederschlagsmengen in der Region für Königin Victoria gekauft. Später wurde das Schloss auf Initiative von Prinz Albert aufwendig um- und ausgebaut. Dabei wurde unter anderem der weißer Granit genutzt, der in einem nahe gelegenen Steinbruch abgebaut wurde. Rund um das Schloss befinden sich aufwendig gestaltete Parks und Gärten. Im Schloss ist unter anderem eine Ausstellung über die Natur und Geschichte des Balmoral Estate zu finden. Im Ballsaal sind neben Silber und Porzellan unter anderem auch traditionelle schottische Highland-Trachten zu bewundern.