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Innere Hebriden

Die Inneren Hebriden sind eine Inselgruppe von 36 bewohnten und 43 unbewohnten Eilanden, sowie zahllosen winzigen Inseln. Auf einer Strecke von 150 Kilometer erstrecken sich die inneren Hebriden dicht entlang der Westküste von Schottland, vom Little Minch von den Äußeren Hebriden getrennt. Zu den größten Inseln gehören die Isle of Skye, Mull und Islay, wegen ihrer Geschichte sind jedoch auch kleinere Inseln wie Iona und Staffa für Besucher interessant. Lebensgrundlage der knapp 20000 Einwohner ist neben dem Whisky der Tourismus.


Unterwegs auf und zwischen den Inseln

Die Inneren Hebriden erreicht man per Fähre von der schottischen Küste aus. Von Häfen wie Kintyre, Oban oder Mallaig bestehen Verbindungen zu den größeren Inseln. Zu den Häfen auf dem Festland bestehen wiederum Zugverbindungen nach Glasgow. Verkehr zwischen den Inseln der Inneren Hebriden, sowie zu den Äußeren Hebriden erfolgt ebenfalls per Schiff. Da die Region nicht umsonst als Wetterküche Europas bezeichnet wird, sind Stürme und raue See keine Seltenheit. Überfahrten können also durchaus „interessant“ verlaufen und bei ortskundigen durchsagen des Kapitäns zu diversen Schiffswracks hält man sich am besten an einer Flasche Whisky fest.

Wem eine solche Überfahrt zu abenteuerlich ist, der kann auf Auto oder Zug ausweichen. Skye und die Small Isles können über Brücken (teilweise sogar toll-free) vom Festland aus erreicht werden. Bei Anreise mit dem Auto sollten jedoch die Transferkosten zwischen den Inseln bedacht werden. Reisen auf den Inneren Hebriden ist jedoch auch ohne eigenes Auto problemlos möglich. Auf den größeren Inseln verkehren Busse, auf kleineren Inseln bieten sich klassische Transportmittel an: Die eigenen Füße, Fahrräder oder Pferde.

Innere Hebriden

Innere Hebriden ©iStockphoto/elxeneize

Vom Zelt bis zum Herrenhaus – Unterkünfte auf den Inneren Hebriden

Unterkünfte gibt es in jeder Preis- und Komfortklasse. Gerade auf den kleineren Inseln sind alte Bauernhäuser zu gemütlichen Pensionen, Ferienhäusern oder Bed & Breakfasts umfunktioniert worden. Hotels finden sich in den Ortschaften der größeren Inseln. Gerade in den Sommermonaten locken die Inneren Hebriden zahlreiche Rucksacktouristen an. Um diesen preisgünstige Unterkünfte zu bieten, gibt es eine ganze Reihe von Hostels und einige Campingplätze. Zum campen ist man jedoch nicht auf festgelegte Plätze angewiesen, wildes campen ist erlaubt.

Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnis

Die Inneren Hebriden bieten ein grandioses Naturerlebnis gepaart mit einer langen Besiedlungsgeschichte. Spuren erster Bewohner werden auf etwa 6000 v. Chr. Datiert. Den Griechen und Römern waren die Inseln ebenfalls bekannt. Auf die Kelten folgten die Wikinger, die 400 Jahre lang über die Inseln herrschten und ihre Spuren hinterließen. Auf der Insel Iona finden sich Zeugnisse der ersten Christen auf den britischen Inseln. Der irische Mönch Columban gründete hier im sechsten Jahrhundert eine Abtei. Die Ruinen auf der Insel stammen aus dem zwölften Jahrhundert, die ursprüngliche Anlage wurde von den Wikingern zerstört.

Eines der wichtigsten Erzeugnisse der Hebriden ist Whiskey. Es gibt etliche Destillen, allein acht auf Islay. Zu den bekanntesten Namen gehören Laphroaig, Bowmore und Ardbeg. Eine Whisky-Probe sollte auf einer Reise zu den Inneren Hebriden auf keinen fall fehlen.Neben den Kulturgütern gibt es auf den Hebriden eine noch weitgehend ungezähmte Natur und davon reichlich. Urlauber kommen zum Segeln, Kajakfahren und Wandern.